Die Gründung der Freunde Frankfurts e.V.
Als 1965 der „Altstadtvater“ Fried Lübbecke starb, war das Schicksal des von ihm 1922 gegründeten und seitdem geleiteten Bundes tätiger Altstadtfreunde in Frage gestellt.
Es ist seiner Witwe Emma Lübbecke-Job und Dr. Dietrich Andernacht, seit 1959 Direktor des Stadtarchivs, zu danken, daß sich der Bund tätiger Altstadtfreunde nicht auflöste, nicht sang- und klanglos verschwand, sondern daß Möglichkeiten geschaffen wurden, über Formen des Weiterbestehens nachzudenken und ihn schließlich in die Freunde Frankfurts umzuwandeln.

Häuser zum Hungar und Freienstein (Saalgasse/Weckmarkt)
Diese Umwandlung gelang dem Journalisten Heinrich Heym. Er erkannte, daß in der Arbeit Fried Lübbeckes Ansatzpunkte lagen, die zu allen Zeiten wirksam sein sollten, nämlich anzukämpfen gegen Blindheit gegenüber dem vergangenen Kulturgut, gegen Mangel an Geschichtsbewusstsein. Insofern war eine radikale Auflösung des Bundes tätiger Altstadtfreunde nicht sinnvoll.
Aus einer Umfrage unter den Vereinsmitgliedern des Altstadtbundes ergab sich eine Weiterführung mit veränderten, erweiterten Aufgaben. Heinrich Heym arbeitete eine Satzung aus mit dem neuen Vereinsnamen „Freunde Frankfurts / Verein zur Pflege der Frankfurter Tradition“. Er fand Frankfurter, die bereit waren, den Vorstand zu bilden.
Die Mitgliederversammlung vom 15.10.1966, die als Gründungsversammlung angesehen werden kann, wählte zu Vorstandsmitgliedern Norbert Beilharz, Johann Philipp Freiherr von Bethmann, Heinrich Heym, Hans-Jürgen Hoyer, Ernst A. Ihle und Richard Kirn.

